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Aktuelles aus dem Gemeinderat


Ralf Wünsch rückt für Jens Dietzsch nach

Wechsel in der UWG-Fraktion — Vereidigung im Gemeinderat

Der Estenfelder Gemeinderat ist wieder komplett: Ralf Wünsch (UWG) ist in der Sitzung am 11. April als neues Ratsmitglied vereidigt worden. Der 59-jährige Akademische Direktor (Gymnasiallehrer im Hochschuldienst) rückt für Jens Dietzsch nach, der das Gremium Ende März aus beruflichen Gründen verlassen hatte. Dietzsch ist seit Beginn des zweiten Schulhalbjahres Leiter der Mittelschule Estenfeld — eine verantwortungsvolle und zeitintensive Aufgabe, der er sich mit ganzer Kraft widmen möchte.

Um ihn offiziell als Gemeinderat zu verabschieden, war Dietzsch zur Sitzung eingeladen worden. Bürgermeisterin Rosi Schraud sagte, Dietzsch sei ein „sachlicher und zielorientierter Diskutant“ gewesen, der stets großen Wert auf eine sparsame Haushaltsführung gelegt habe. Durch sein Ausscheiden gehe auch „ein Stück Wissen“ verloren.

Dietzsch gehörte dem Gemeinderat seit Mai 2008 an und war seither an zahlreichen Entscheidungen beteiligt. Die wichtigsten rief Schraud nochmals in Erinnerung. Zum Dank für sein ehrenamtliches Engagement überreichte sie Dietzsch eine Urkunde, einen Gemeindeteller und ein Weinpräsent.

An seine ehemaligen Ratskollegen gewandt sagte Dietzsch, es habe ihm Spaß gemacht, als Gemeinderat zu arbeiten, zu debattieren und — wenn nötig — auch einmal „zu streiten, aber immer um der Sache willen und um das Beste für unsere Gemeinde zu erreichen“. Die Entscheidung, sein Mandat niederzulegen, habe er „nicht leichtfertig getroffen“ — doch er sei „überzeugt davon, dass sie richtig war“. Dietzsch versicherte: „Ich werde gerne an die Zeit als Gemeinderat zurückdenken und das Geschehen in meiner Heimatgemeinde auch weiterhin interessiert verfolgen.“

Durch den Wechsel ändert sich die Zusammensetzung der gemeindlichen Ausschüsse: Josef Ziegler vertritt die UWG künftig im Bauausschuss und im Ausschuss für Sport und Kultur, Rainer Galm betätigt sich im Ausschuss für Dorfentwicklung und im Rechnungsprüfungsausschuss, Ralf Wünsch im Hauptverwaltungs- und Finanzausschuss sowie im Interkommunalen Ausschuss. Außerdem rückt Wünsch in den Verwaltungsrat nach, Galm wird UWG-Vertreter der Gemeinde im Abwasserzweckverband Großraum Würzburg. Da Jens Dietzsch bisher Fraktionssprecher der UWG war, musste auch dieser Posten neu besetzt werden. Für ihn übernimmt Rainer Galm. Sämtliche Personalentscheidungen traf der Gemeinderat einstimmig (16:0).


Eine zentrale Mittelschule in Unterpleichfeld

Estenfelder Gemeinderat stimmt für neuen Standort

Die „Mittelschule der Zukunft“ für den „Würzburger Norden“ soll in Unterpleichfeld entstehen. Das jedenfalls ist die Empfehlung des Architekturbüros Bluebox (Würzburg), das die Mittelschulstandorte in Estenfeld, Rimpar und Unterpleichfeld untersucht hat.

Der Estenfelder Gemeinderat hat das Ergebnis der Analyse in seiner Sitzung am 11. April anerkannt und einmütig (16:0) für Unterpleichfeld als Zentralstandort gestimmt. Dort könnten Schüler aus Bergtheim, Estenfeld, Hausen, Kürnach, Oberpleichfeld, Prosselsheim, Rimpar und Unterpleichfeld unterrichtet werden. Bislang sind sie in den Mittelschulen in Estenfeld, Rimpar oder Unterpleichfeld untergebracht.

Das Problem: Die Schülerzahlen und damit die Klassenstärken gehen an vielen Mittelschulen seit Jahren zurück. Für die Schulen wird es zusehends schwieriger, das fachliche Angebot dauerhaft vor Ort zu leisten. Auch im Schulverbund „Markward von Grumbach — Mittelschule“, zu dem Estenfeld, Rimpar und Unterpleichfeld gehören, ist es nötig, dass die Kinder und Jugendlichen während der Schulzeit zu einer anderen Schule gefahren werden müssen. Dies liegt auch daran, dass Regel-, Ganztags- und M-Klassen an drei verschiedenen Schulorten unterrichtet werden. Diese komplizierten Transfers und die diffizile Arbeit der Schulleiter bei der Erstellung der Stundenpläne wären überflüssig, würde es eine einzige, große Mittelschule mit allen Fachrichtungen geben.

Der Standort Estenfeld ist dafür laut der Architekten-Analyse ungeeignet. Die Fläche ist zu klein, es fehlt eine Dreifachturnhalle und — anders als die Schulgebäude in Rimpar und Unterpleichfeld — ist das in Estenfeld noch nicht saniert worden.

Von den acht Gemeinden, die Schüler in die drei bestehenden Mittelschulen entsenden, folgen sieben dem eindeutigen Untersuchungsergebnis und können sich mit einer zentralen Schule in Unterpleichfeld anfreunden. Einziger „Ausreißer“ ist Rimpar: Dort will man die Mittelschule im Ort nicht aufgeben.

Die sieben anderen Gemeinden streben nun notfalls eine Lösung im „Alleingang“ an: Falls Rimpar weiter gegen den Standort Unterpleichfeld sein sollte, wollen sie den jetzigen Schulverbund aufkündigen und einen neuen Schulverband gründen, bestehend aus den jetzigen Schulverbänden Unterpleichfeld und Kürnachtal. Der Estenfelder Gemeinderat beschloss einstimmig (16:0), diesen Weg mitzugehen.


Parküberwachung: Die Zeit der Kulanz ist vorbei

Verstöße bei „straßenverkehrsrechtlich eindeutigen Situationen“ werden geahndet

Der eine oder andere Autofahrer wird es schon bemerkt haben: In Estenfeld wird seit Februar der ruhende Verkehr überwacht. Ein externes Unternehmen ist im Auftrag der Gemeinde unterwegs und überprüft, wo falsch geparkt wird. Bislang wurden noch keine richtigen „Knöllchen“ verteilt, sondern lediglich Hinweiszettel an die Windschutzscheibe gesteckt. So wurden die Fahrer darauf aufmerksam gemacht, dass sie an dieser Stelle nicht stehen dürfen.

Die Zeit der Kulanz soll nun aber vorbei sein. Das Unternehmen hat die Gemeinde gebeten, klare Anweisungen zu geben, wo kontrolliert und nötigenfalls bestraft werden soll. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 11. April mehrheitlich (10:6 Stimmen) beschlossen, Verstöße bei „straßenverkehrsrechtlich eindeutigen Situationen“ zu ahnden. Das bedeutet: Wer im Halteverbot, im Bereich einer Kreuzung oder auf schraffierten Linien parkt, der muss damit rechnen, einen Strafzettel zu bekommen.

Vor dieser Entscheidung hatte der Gemeinderat intensiv darüber diskutiert, ob es sinnvoll sei, ein Parkraumkonzept für das gesamte Gemeindegebiet erstellen zu lassen. Die Idee wurde jedoch verworfen. Grund: Würden die Vorschläge aus einem solchen Konzept umgesetzt, würde in Estenfeld eine Vielzahl an Parkplätzen wegfallen — vor allem im Altort oder dort, wo es sonst noch eng zugeht.

Den Parkwächtern einfach so freie Hand lassen wollten die Gemeinderäte auch nicht. Denn würde wirklich jeder Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung in Estenfeld peinlich genau bestraft, dann hätten die Kontrolleure viel zu tun. Die Gemeinde müsste sich dann schnell den Vorwurf gefallen lassen, dass sie nur ihre Kasse füllen möchte.

Wie sehr das Thema Parken die Menschen in Estenfeld bewegt, hat zuletzt die Bürgerversammlung Ende März gezeigt. Es steht außer Frage, dass etwas getan werden muss, um der Situation Herr zu werden. Doch es wird nicht möglich sein, es allen recht zu machen. Mit dem jetzt gefundenen Kompromiss hofft die Gemeinde, dass die Lage sich zumindest in den „Problemzonen“ bessert.


Frühere Kartausen-Eigentümer ziehen Klage zurück

Für Albin Wolz und Matthias Pfister ist es ein Sieg auf ganzer Linie: Das Ehepaar, dem früher der hintere Teil der Kartause gehört hat, hat seine Klage gegen die beiden CSU-Gemeinderäte vor Gericht zurückgezogen. Die Kläger hatten Wolz und Pfister der Verleumdung beschuldigt. Bürgermeisterin Rosi Schraud sagte in der Gemeinderatssitzung am 11. April, der Vorsitzende Richter habe den Klägern klar gemacht, dass sie keinerlei Aussicht auf Erfolg hätten. Die Kläger mussten die Prozesskosten tragen.

Noch beglichen werden müssen die außergerichtlichen Rechtsverfolgungskosten. Die Kanzlei Waldhorn & Partner (Würzburg), die Wolz und Pfister in dem Rechtsstreit vertreten hat, verlangt pro Mandant genau 258,17 Euro. Die Gemeinde hätte die Möglichkeit gehabt, einen neuerlichen Prozess zu führen — mit der Forderung, dass das Ehepaar die noch offene Summe zahlen muss. Der Gemeinderat lehnte es jedoch einstimmig (15:0) ab, die Auseinandersetzung noch weiter zu verlängern. Stattdessen ermächtigte er die Kanzlei, das Geld einzuziehen, das die Rechtsschutzversicherung der Gemeinde als Selbstbeteiligung bei Gericht hinterlegt hatte.


Weiße Mühle: Essen und trinken im Schatten der Weide

Für die Gäste des Restaurants „Weiße Mühle“ wird es bald zusätzliche Sitzgelegenheiten geben. Auf der Wiese rechts vor dem Eingangsbereich soll ein hölzernes Podest errichtet werden. Bei schönem Wetter werden dort Stühle und Tische aufgestellt, die dann im Schatten der Weide zum Verweilen einladen. So wie im Restaurant und im Mühlenhof werden auch dort im Grünen Speisen und Getränke serviert. Mit dem Aufbau des Podestes kommt die Gemeinde einem Wunsch der Restaurant-Betreiber nach. Der Bauausschuss habe sich bei seiner jüngsten Sitzung ein Bild vor Ort gemacht, teilte Bürgermeisterin Rosi Schraud in der Gemeinderatssitzung am 11. April mit. Zimmerermeister Andreas Förster, zugleich Gemeinderat, wird der Gemeinde nun ein Angebot unterbreiten. Sobald man sich einig ist, wird das Podest errichtet — denn die warme Jahreszeit steht unmittelbar bevor.


Maifeier: Feuerwehr zieht keinen Kranz hoch

Die Maifeier vor dem Estenfelder Rathaus wird in diesem Jahr vergleichsweise unspektakulär ablaufen. Aus Sicherheitsgründen wird die Gemeinde darauf verzichten, einen Kranz am Maibaum hochzuziehen. Es sei festgestellt worden, dass die Vorrichtung, an der der Kranz hängen sollte, viel zu breit ist, sagte Bürgermeisterin Rosi Schraud in der Gemeinderatssitzung am 11. April. Man wolle kein Risiko eingehen, da der Kranz nicht ordentlich befestigt werden könne.

Zur Erinnerung: Voriges Jahr wäre es bei der Maibaumaufstellung beinahe zu einem schweren Unglück gekommen. Die 20 Meter hohe Birke, die den Maibaum symbolisierte, stürzte um und verfehlte die Zuschauer nur knapp. Gott sei Dank gab es keine Verletzten. Aus diesem Vorfall zog der Gemeinderat damals Konsequenzen: Er beschloss, dass der Baum künftig ohne Publikum aufgestellt und bei der Maifeier lediglich ein Kranz hochgezogen wird.

Nun gibt es also überhaupt kein „Showprogramm“ mehr, die Estenfelder treffen sich zur Maifeier am geschmückten Baum und dann geht es weiter zum alten Feuerwehrhaus. Im nächsten Jahr wird bereits das neue Feuerwehrhaus fertig sein — wie dann die Maifeier abläuft, steht noch nicht fest.

Aktuelles aus Estenfeld


Flüchtlingshilfe: Ein Stück Heimat finden

Im evangelischen Gemeindezentrum trafen sich kürzlich Herr Goldmann, Ehrenamtskoordinator der Caritas, Herr Pfarrer Hofmann-Kasang, Gemeinderätin Britta Schneider und einige der aktiven Flüchtlingshelfer mit Interessierten, die sich ebenfalls im Rahmen der Flüchtlingshilfe engagieren möchten.

Wie berichtet, ist die Betreuung der Flüchtlingskinder in der Grundschule, die die unterrichtsfreie Zeit bis zum Schulschluss durch Hilfe bei den Hausaufgaben und sprachfördernde Spiele bereichert, sehr gut angelaufen. Nur am Mittwoch müssen die Kinder noch bis zur Abfahrt der Busse auf die Grundschulklassen verteilt werden. Wer mittwochs von 11.15 bis 13 Uhr Zeit hat und diese gerne mit den Kindern teilen möchte, ist herzlich eingeladen.

Unter den Flüchtlingen befinden sich auch einige junge Mütter mit Babys im Alter von 5 bis 6 Monaten. Eine der Mütter fragte, ob in Würzburg Babyschwimmen angeboten wird. Es wäre toll, wenn sich hierfür eine Mitfahrgelegenheit ergeben würde.

Einer der Jugendlichen interessiert sich sehr für Geografie und würde gerne mehr darüber erfahren.

Nutzen Sie die Gelegenheit, gastfreundliche, aufgeschlossene Menschen kennenzulernen und diese darin zu unterstützen, bei uns ein Stück Heimat zu finden.


Kontakt: Britta Schneider, Tel.: (0 93 05) 99 33 34,

E-Mail: br-schneider@gmx.de


Das nächste Treffen im evangelischen Gemeindezentrum Sankt Markus findet am 4. Mai um 19 Uhr statt.

Würzburger Norden

Allianz Würzburger Norden e.V.


Die zehn Gemeinden im nördlichen Landkreis Würzburg arbeiten eng zusammen und haben hierzu die „Allianz Würzburger Norden“ als Verein gegründet. Weitere Infos über das Bündnis: www.wuerzburger-norden.de

Letzte Änderung: 13.04.2017 22:55 Uhr

Grußwort

Schraud-Grußwort


Liebe Bürgerinnen und Bürger, liebe Gäste!

Herzlich willkommen in der Gemeinde Estenfeld - schön, dass Sie sich für unseren Ort interessieren!


Rosalinde Schraud
1. Bürgermeisterin


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